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Ostendorfer, Michael

Die Pilgerfahrt zur ,Schönen Maria' in Regensburg

NEW
Antique Die Pilgerfahrt zur ,Schönen Maria' in Regensburg
€5,200.00

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Eigenschaften
  • Regensburg
  • 1520
  • Print
  • Holzschnitt, altkoloriert.
  • um 1520
  • Regensburg Pilgerfahrt zur Schönen Maria
  • 550 by 390mm (21¾ by 15¼ inches).
  • 29954
  • Schönes Exemplar. Altmontiert auf Karton. Provenienz: Das Exemplar stammt aus Privatbesitz und wurde 1933 in einer älteren Biedermeierleiste gerahmt (datierbar aufgrund älterer Notizen).

Article description

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Original Holzschnitt von von Michael Ostendorfer, handkoloriert. Abdruck um 1610 oder früher. Unser Exemplar ist als Zustand Winzinger 245 c von d einzuordnen. Wie bei Franz Winzinger beschrieben mit der senkrechten Leimfuge durch die Maria jedoch ohne einen 15-17 zeiligen gedruckten Text. Im Zustand b beschreibt Franz Winzinger, daß das Namenszeichen Ostendorfers und die Schlüssel auf der kleinen Windfahne neben dem Türmchen später nicht mehr erkennbar sind. Bei unserem Exemplar ist das Namenszeichen noch verwischt erkennbar und die Schlüssel auf der kleinen Windfahne sind noch teilweise erkennbar. Der Holzschnitt liegt hier in einem hellem früheren Handkolorit vor. Michael Ostendorfer wurde um 1490 geboren und verstarb am 14. Dezember 1559 in Regenburg. Er war als Maler und Zeichner für Holzschnitte tätig, er ist möglicherweise aus der Werkstatt Albrecht Altdorfers hervorgegangen. 1519 wurden die Juden aus Regensburg vertrieben. An Stelle ihrer zerstörten Synagoge wurde diese hölzerne Wallfahrtskirche mit einem wundertätigen Bild der schönen Maria aufgerichtet. Belebte Darstellung, die Wallfahrt nach der alten Kirche zur schönen Maria darstellend; die Menge geht in die kleine Kirche, vor welcher die Statue der h. Jungfrau steht. Vor der Säule beten Männer und Frauen mit heftigen Bewegungen. Wie in 16 ähnlich gelagerten Fällen wurde auch in Regensburg eine Marienkirche als antijüdische Siegesarchitektur neben der zerstörten Synagogen errichtet. Bereits im April 1519 konsekrierte man eine hölzerne Kapelle, die am Platz des Geschehens errichtet wurde. Innerhalb weniger Monate entwickelte sich daraufhin eine Marienwallfahrt, für die am 2. Juni ein Ablassbrief als Starthilfe gewährt wurde, der von 25 Kardinälen unterzeichnet ist. Im September 1519 begann man zudem mit der Errichtung einer steinernen Marienkirche, wofür man auch Grabsteine aus dem geplünderten jüdischen Friedhof benutzte. Die Wallfahrt zur „Schönen Maria" entwickelte sich rasch zu einer der größten im deutschsprachigen Raum, was ohne den werbenden Einsatz der damals neuen Technik des Buchdrucks nicht zu erreichen gewesen wäre. Das erste von vier gedruckten Wunderbüchern trug den Titel „Die wunderbarlichen zaichen beschehen zu der schönen Maria zu Regenpurg / im xix. jhar". Es propagierte ein vorgebliches Ursprungswunder, das beim Abbruch der Synagoge Ende Februar 1519 geschehen sei. Demnach habe der Steinmetzmeister Kern einen Sturz in die Tiefe allein durch Marias wundersames Eingreifen überstanden. Zum Dank und zur Ehre der Muttergottes habe sich daraus die Wallfahrt „Zur Schönen Maria" am Ort der Zerstörung entwickelt. Diese Kultpropaganda stammte aus dem Kreis der Wallfahrtsinitiatoren aus Stadtrat bzw. Klerus. Eine bedeutsame Rolle spielte hierbei Domprediger Balthasar Hubmaier, der die Sammlung der angeblichen Wunder nicht nur beim Rat vorgeschlagen und durchgeführt, sondern auch noch deren Überprüfung vorgenommen hatte. Als die Pest von 1520 bis 1523 in Regensburg wütete, war der Höhepunkt der Wallfahrt längst überschritten - ihr Ende ist spätestens 1525 zu verzeichnen. Mitte des 17. Jahrhunderts nahm man die Wallfahrt für einige Jahre in einer Loretokapelle im benachbarten bayerischen Stadtamhof wieder auf. Im Jahr 1747 wurde in der Regensburger Kassianskirche erneut zur Marienwallfahrt aufgerufen. (Wikipedia)


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