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Engelbrecht, Martin

Kornmarkt Regensburg

Antique Kornmarkt Regensburg
€395.00

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Eigenschaften
  • Augsburg
  • 1720
  • 1700-20
  • map
  • Kupferstich in späterem Handkolorit.
  • 19 x 30 cm (7.5 x 11,75 inches).
  • 33426
  • In sehr gutem Zustand. Außerhalb der Darstellung einige Stockflecken.

Article description

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Original Kupferstich gedruckt u. verlegt bei Martin Engelbrecht in Augsburg um 1700-20.395 Darstellung des Regensburger Kornmarktes von Westen aus gesehen. Zur rechten sieht man einen Teil der Stiftskirche zur Alten Kapelle. Links daneben die Karmelitenkirche St. Josef, im Anschluß die Mohrenapotheke und das Kloster Niedermünster. Im Vordergrund figürliche Staffage. Das Gelände des „Alten Kornmarkts" verdankt seinen Namen seiner früheren Funktion als Getreideumschlag- und Handelsplatz. In unmittelbarer Nähe zu Dom und Basilika gelegen, reicht die Geschichte der Platzbebauung bis in römische Zeit zurück. Bei archäologischen Untersuchungen fand man die Überreste eines regelrechten römischen Prachtbaus, der vermutlich als Wohn- und Verwaltungssitz des römischen Präfekten des Römerkastells „Castra Regina" diente. Im frühen Mittelalter residierten hier in stattlichen Pfalzgebäuden auch die ersten bayerischen Herzöge aus dem Adelsgeschlecht der Agilolfinger sowie später der Karolinger und ließen auf dem Platz Turniere und Feste abhalten. Heute dominieren besonders die noch erhaltenen Teile des Pfalzkomplexes den Alten Kornmarkt. Besonders schön erhalten und liebevoll renoviert zeigt sich der sogenannte „Herzogshof", der aufgrund seines architektonischen „Stil-Mix`" anschaulich die Bau- und Entwicklungsgeschichte des Platzes nachzeichnet. Ihm gegenüber ragt der sogenannte „Römerturm" über das Regensburger Dächermeer. Der durch einen Schwibbogen mit dem Herzogshof verbundene Turm lässt optisch deutlich drei Bauperioden erkennen: So stammen die romanischen Fundamente und der „Fuß" aus karolingischer Zeit und besteht aus mächtigen Granitquadern, während der mittlere Abschnitt des Turm aus kleineren Bruchsteinen errichtet wurde. In einem dritten Bauabschnitt ersetzte man den früheren gotischen Zinnenaufsatz durch das jetzige Pyramidendach. Direkt an den Turm angebaut erstreckt sich eine weitere wunderschöne romanische Anlage - eine ehemalige frühmittelalterliche Schmiede -, welche heute ein kleines Straßencafé beherbergt. (Quelle: Stadt Regensburg) Martin Engelbrecht (* 16. September 1684 in Augsburg; † 18. Januar 1756 ebenda) war ein Kupferstecher und Kunstverleger der Barockzeit. Engelbrecht arbeitete in Augsburg mit seinem Bruder Christian (1672–1735) als Ornament- und Vedutenstecher. Der Autor Friedrich Schott verzeichnete im Jahr 1924 ein Œuvre Engelbrechts mit mehr als 3000 Stichen, in der überwiegenden Zahl Stadtansichten, Ornamentstiche, Bildnisse, militärische und geschichtliche Ereignisse sowie allegorische Darstellungen. 1718 heiratete er Sybilla, die Tochter des Goldschmieds Andreas Wickhert. 1719 erhielt Engelbrecht ein kaiserliches Privileg zum Schutz gegen Raubdrucke. Es galt zehn Jahre und wurde zweimal erneuert. Um 1730 veröffentlichte er eine Zusammenstellung von kolorierten Kupferstichen unter dem Titel Assemblage nouveau des manouvries habilles: Neu-eröffnete Sammlung der mit ihren eigenen Arbeiten und Werckzeugen eingekleideten Künstlern, Handwerckern und Professionen. Besonders bekannt ist die Engelbrechtsche Kupferstichserie aus den Jahren um 1742/45 über „exotische" Soldaten am deutschen Kriegsschauplatz (Theatre de la milice etrangere; Schaubühne verschiedener in Teutschland bishero unbekannt gewester Soldaten von ausländischen Nationen), und hier vor allem die Panduren. Die Serie umfasst rund 150 Einzelblätter mit Darstellungen irregulärer Truppen aus der Zeit des Österreichischen Erbfolgekrieges. Neben „Sclavonischen" Tolpatschen, Kroaten, Panduren und Haiducken sind auch einige „Bergschotten" zu sehen. Jedes Blatt ist mit einem erklärenden Vierzeiler versehen, der häufig auf die „Fremdheit" und „Neuartigkeit" der dargestellten Krieger hinweist. Durch ihre „Kostümierung" erscheinen die repräsentierten Figuren gleichsam wie von Schauspielern verkörperte Rollen. Engelbrechts Serie bediente offenbar eine besondere Nachfrage nach „exotischem" Bildmaterial über die Akteure des damaligen Krieges und kann – die Vielzahl der Nachahmer betrachtend, die sein Werk gefunden hat – als außerordentlich erfolgreich eingestuft werden. Die Serie ist im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum ausgestellt.

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